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Nachrichten
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Täglich Neues aus Kairo - auf Deutsch!
Über die Unruhen in Ägypten kann man sich auch sehr leicht auf Deutsch aus
erster Hand informieren
Berlin/Kairo (IMH) - Trotz der chaotischen
Zustände in den Straßen der ägyptischen Hauptstadt sendet der staatliche
Auslandsrundfunksender Radio Kairo ungestört weiter - und zwar erstaunlich
neutral. Wie viele arabische Auslandssender strahlt auch Radio Kairo sein
Programm nicht nur in der Landessprache, sondern ebenfalls in den bedeutendsten
Weltsprachen - darunter Deutsch - aus. Die deutschsprachige Redaktion in Kairo
umfasst mehrere männliche und weibliche Mitarbeiter. Sie produzieren täglich
eine einstündige Sendung von 21.00 bis 22.00 Uhr mit kulturellen, touristischen
und politischen Nachrichten für die deutschsprachigen Länder Europas. Die
Sendungen hören sich teils etwas amateurhaft und chaotisch an. Dadurch spiegeln
sie aber gut die Lage im Land wider und wirken sehr authentisch. Zu hören sind
die deutschen Töne aus Kairo über Kurzwelle, Satellit und übers Internet. Unter
folgender Internetadresse lassen sich die aktuellen Sendungen jederzeit abrufen:
http://www.podcast.de/podcast/13493/Radio_Kairo
Neben dem deutschsprachigen Programm von Radio Kairo gibt es noch
weitere deutschsprachige Medien in der arabischen Republik: eine Zeitschrift für
die deutschsprachigen Touristen, ein Wirtschaftsmagazin für Geschäftsleute und
ein Mitteilungsblatt für die in Ägypten dauerhaft lebenden Deutschen.
Deutsch ist in Ägypten außerordentlich populär. Über 100.000 Schüler und
Studenten lernen dort die Sprache Goethes. Es gibt sogar eine deutsche
Universität.
Neue deutschsprachige Zeitung in Russland
Irkutsk (IMH/www.rundschau.mv.ru) - Seit Ende 2010
erscheint in der sibirischen Stadt Irkutsk die „Irkutsker Deutsche Zeitung“. Das
Blatt wird zweisprachig in Deutsch und Russisch für alle Deutschlehrenden und -lernenden
herausgegeben. Die Startauflage betrug 500 Exemplare. Die „IDZ“ wird in Schulen,
Hochschulen und Firmen, die mit Deutsch zu tun haben, kostenlos verbreitet. Die
Redakteurinnen der Zeitung sind Ljubow Okladnikowa und Jenny Preiß. Im Internet
ist die „IDZ“ unter
www.irkutsker-deutsche-zeitung.ru
zu finden.
Gerettet: Weiter deutsche Töne aus Argentinien
Buenos Aires (IMH/dafm.de) – Die deutschsprachigen
Radio-Sendungen des argentinischen Auslandsrundfunks RAE werden fortgesetzt. Der
Fortbestand aller Fremdsprachenprogramme war unsicher, weil die alten
asbestbelasteten Kurzwellen-Sendeanlagen von RAE demnächst abgerissen werden
müssen. Nach Bittbriefen aus aller Welt hat die zuständige Behörde nun
beschlossen, neue Anlagen errichten zu lassen. Die deutschsprachigen Sendungen
aus Buenos Aires sind bis Europa empfangbar. Wer sich genauer über das Programm
der deutschen Redaktion und die Empfangsmöglichkeiten informieren möchte,
schreibe einfach an:
raedeutsch@yahoo.com.ar
Deutsche Welle: Einschnitte beim Südosteuropa-Programm und Ende der
Kurzwelle?
Bonn (IMH/dafm.de) - Wie Erik Bettermann (SPD), Intendant der Deutschen
Welle (DW) in Bonn, mitteilte, muss sein Sender in den kommenden Jahren
drastisch sparen und auf eine weltweit veränderte Mediennutzung reagieren.
Deshalb könne man Entlassungen nicht vermeiden und die Radio-Sendungen nur noch
nach Afrika über Kurzwelle ausstrahlen. In anderen Regionen der Welt sind dann
die Radio-Sendungen voraussichtlich allein übers Internet oder über lokale
Partner-Radiostationen, die Programme über UKW oder MW weiterverbreiten, zu
hören. Die 30 Sendesprachen will man erhalten. Die Präsenz in Lateinamerika und
Russland soll erhöht werden. In Südosteuropa wird sie dagegen möglicherweise
zurückgeschraubt. Die Einteilung der Redaktionen nach Medienarten (Radio,
Fernsehen, Internet) soll entfallen und durch eine Aufteilung nach Themen und
Regionen ersetzt werden. Redakteure werden somit Themen für alle Medienarten
aufbereiten. Um Geld zu sparen, sollen die Redaktionen künftig auch mehr mit
Privatsendern und Verlagen kooperieren.
Deutsche Sprache – schwere Sprache: Die 10 häufigsten Versprecher der
Deutschen
München (IMH-Deutschland.de) – Über Jahre hinweg haben sich Fehler und
Versprecher in den Sprachgebrauch eingeschlichen. Buchautor und Kabarettist Meik
Puppe hat die 10 häufigsten Versprecher gesammelt.
„Der/die/das Einzigste“: Das Wort einzig ist ein Absolutadjektiv, das
nicht gesteigert werden kann. Eine sprachliche Erhöhung ist wie bei den Worten „völlig“
oder „perfekt“ nicht möglich.
„Optimal“: Auch der Begriff „optimal“ bezeichnet ein Absolutadjektiv und
besitzt deshalb keine sprachliche korrekte Steigerungsform.
„Mund-zu-Mund-Propaganda“:
Bei verbaler Kommunikation handelt es sich immer um einen Akt von Mund zu Ohr.
Der richtige Begriff ist einzig und allein „Mundpropaganda“.
„Kreissaal“
und „Litfass“: Ein „Kreissaal“ ist nicht rund, sondern muss korrekterweise
Kreißsaal heißen – nach dem altdeutschen Wort kreißen für in den Wehen liegen.
Die Litfaßsäule ist nach ihrem Erfinder Litfaß benannt und hat nur zufällig die
Form eines Fasses.
„Der, die, das“: Das Klientel, der Euter und die Krake sind falsch.
Korrekt heißt es der Krake, das Euter, die Klientel.
„Wehmutstropfen“:
Einzig richtig ist der Wermutstropfen. Der hat seinen Namen vom gleichnamigen
Kraut Wermut.
„Gang und gebe“ ist ebenso falsch. Es heißt tatsächlich gang und gäbe,
wobei beide Worte klein geschrieben werden. Der erste Teil der Wortfolge
entstammt dem Nomen „Gang“. Hier besteht eine enge Verbindung zu dem Adjektiv „gängig“.
Der zweite Teil, das „gäbe“, ist schwieriger zu bestimmen. Fest steht, dass der
Ursprung des Wortes nicht bei dem Verb „geben“ zu suchen ist. Wahrscheinlich
entstammt es dem altnordischen „gaefr“ oder dem mittelhochdeutschen „gaebe“, die
beide so viel wie „angenehm“ oder „üblich“ bedeuten.
„Spaghettis“ und „Tortellinis“: In der italienischen Sprache drückt die
Endung „-i“ bereits das Plural aus, so dass es sich zum Beispiel bei Spaghetti
bereits um die Mehrzahl handelt.
„Imbusschlüssel“:
Das Werkzeug heißt „Inbus-Schlüssel“. Inbus ist eine Abkürzung und steht für „Innensechskantschlüssel
Bauer und Schaurte“.
„Psychater“
und „Psychatrie“: Viele Menschen vergessen hier das „i“. Konkret bilden die
beiden Begriffe „psyche“ und „iatreia“ für „Heilung“ zusammen das Wort
Psychiatrie – nur so ist es richtig. (vr)
Zypern: Deutsche Bundeskanzlerin besucht das zukünftige 150. Goethe-Institut
Nikosia (IMH-Deutschland.de) - Zu Jahresbeginn hat Bundeskanzlerin
Angela Merkel das Goethe-Zentrum auf Zypern besucht. Es liegt auf dem
Grenzstreifen zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil Nikosias und
wird im Frühsommer zu einem vollwertigen Goethe-Institut, dem 150. weltweit,
erhoben. Im Rahmen ihres Staatsbesuchs traf sich Merkel mit einer Gruppe
Deutsch-Lernender aus beiden Inselteilen. Nach dem Gespräch bemerkte die
Kanzlerin erfreut: „Deutsch ist also Ihre Verbindungssprache!“ Der Präsident des
Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, erklärte zum neuen Institut:
„Deutschland ist mit seiner spezifischen Erfahrung von Teilung und
Wiedervereinigung auf Zypern ein besonders geschätzter Dialogpartner.“ 2010
lernten weit über 200.000 Menschen an den Goethe-Instituten rund um den Globus
Deutsch. (vr)
Sinkendes Niveau gewinnt
Berlin (IMH-Deutschland.de) – „Niveaulimbo“ ist das Jugendwort des
Jahres 2010. Der Begriff tritt damit die Nachfolge von „hartzen“ (arbeitslos
sein, rumhängen) und „Gammelfleischparty“ (Über-30-Party) an. „Niveaulimbo“
charakterisiert kurz und prägnant den Zustand „des ständigen Absinkens des
Niveaus“, erläuterte die Jury. Kriterien für die Entscheidung der Jury waren „sprachliche
Kreativität“, „Originalität der neuen Begrifflichkeit“, „Aktualität“ und „Verbreitungsgrad
des Wortes“. Das Sieger-Wort setzte sich gegen „Speckbarbie“ (aufgetakeltes
Mädchen in viel zu enger Kleidung), „Arschfax“ (Unterhosenetikett, das aus der
Hose hängt) und „egosurfen“ (nach sich selbst im Internet suchen) durch. (vr)
Udo Jürgens schwärmt für deutsche Sprache
Heilbronn (IHM/dafm.de) – Der Komponist und Sänger Udo Jürgens schwärmt
für seine Muttersprache: „Ich habe die deutsche Sprache immer als irrsinnig
schön und interessant empfunden“, so der der 76-Jährige. Jürgens ist zudem stolz,
wenn andere Interpreten seine Lieder singen. „Für mich waren die größten Momente,
wenn ich erlebt habe, dass die größten Sänger aus anderen Ländern, wie etwa
Amerika oder England, meine Musik gespielt haben“. Er könne gar nicht
beschreiben, was er empfunden habe, als er Bing Crosby das erste Mal „Griechischer
Wein“ singen hörte. (vr)
Amerikaner wild auf Wirtschaftsdeutsch
Washington (IMH-Deutschland.de) - Wie die Goethe-Institute in den USA
berichten, belegen immer mehr amerikanische Studenten Kurse für "Business
German". Deutschland ist der bedeutendste europäische Handelspartner und
Absatzmarkt der Vereinigten Staaten. Außerdem ist Deutsch die meistgesprochene
Sprache Europas. Die Studenten sehen diese Tatsachen und den großen Vorteil von
Deutschkenntnissen bei internationalen Geschäften oder beim Wettkampf um freie
Stellen in den zahlreichen deutschen Tochterfirmen in den USA. (vr)
Reinhard Jirgl mit Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet
Darmstadt (IMH-Deutschland.de) – Der bedeutendste deutsche
Literaturpreis geht 2010 an den Berliner Schriftsteller Reinhard Jirgl. In der
Begründung ihrer Wahl führte die Akademie an, dass Jirgl in seinem Romanwerk
„von epischer Fülle und sinnlicher Anschauung“ ein eindringliches, oft
verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert
entfalte. „Es ist für mich der schönste Impuls zum Weitermachen und ein Hinweis
darauf, dass ich das Bisherige nicht vergebens geschrieben habe“, so Jirgl.
Reinhard Jirgl wurde 1953 in Ost-Berlin geboren. Als er sein erstes
umfangreiches Manuskript „Vater Mutter Roman“ 1985 beim Ost-Berliner
Aufbau-Verlag einreichte, wurde ihm eine „nichtmarxistische Geschichtsauffassung“
vorgeworfen und die Veröffentlichung verweigert. Die entscheidende Änderung in
der öffentlichen Wahrnehmung kam erst 1993, als er für seinen Roman „Abschied
von den Feinden“ mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet wurde. Der Georg-Büchner-Preis
wurde erstmals 1923 verliehen. Damals wurde er vom Volksstaat Hessen gestiftet
und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben. Heute ist der Preis mit 40.000
Euro dotiert. (vr)
Berlin - Theaterhauptstadt Europas
Berlin (IMH/dafm.de) - Die deutsche Hauptstadt Berlin besitzt über 250
Bühnen. Dazu zählen große Theater wie das Berliner Ensemble oder die Schaubühne,
eine bunte Schar an Kleinkunstbühnen, drei Opernhäuser, das Revue-Theater „Friedrichstadtpalast“
(größte Theaterbühne der Welt) und mehrere Musical-Häuser wie das Theater des
Westens oder das Theater am Potsdamer Platz. Im Letztgenannten läuft derzeit das
Musical „Dirty Dancing“. Das auf dem berühmten Kultfilm basierende Stück lockte
mit seiner romantischen Liebesgeschichte zwischen Tanzlehrer Johnny Castle und
Frances „Baby“ Houseman bereits über 400.000 Besucher an - darunter viele
Berlin-Touristen aus aller Welt. Ab 2011 ist am Potsdamer Platz das Musical „Hinterm
Horizont“ zu sehen. Dabei dreht sich alles um die harten und zarten Lieder des
beliebten deutschen Rocksängers Udo Lindenberg. In keiner anderen europäischen
Hauptstadt wird den Einheimischen und den Touristen theatermäßig mehr geboten
als in Berlin. Dass die Metropole an der Spree kulturell so lebendig ist, hängt
zum großen Teil mit ihrer Geschichte zusammen. Da die Stadt lange Zeit
zweigeteilt war, gibt es viele Kulturinstitutionen doppelt.
Regisseur Tom Tykwer: Rückkehr zur deutschen Sprache
München (IMH/Verena Renneberg) – Regisseur Tom Tykwer dreht seinen
ersten deutschsprachigen Film nach zehn Jahren englischsprachiger Kinoarbeit.
„Das war auch eine Sehnsucht, mit Schauspielern wieder auf Deutsch zu arbeiten,
die ganzen Sprachnuancen auszureizen“, so Tykwer über sein Drama „Drei“. Den
Film, der ab Dezember in die Kinos kommt, bezeichnet der 45-Jährige als
seine „Rückkehr nach Deutschland“. Sein letzter deutschsprachiger Film war davor
das im Jahr 2000 angelaufene Drama „Der Krieger und die Kaiserin“. Tom Tykwer
wurde 1965 in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) geboren und ist ein deutscher
Filmregisseur, Filmproduzent und Filmkomponist. Seine bekanntesten Filme sind
„Lola rennt“ („Run, Lola Run“), „Das Parfum“ und „The International“.
Goethe-Medaille 2010 verliehen
Berlin (IMH/Verena Renneberg) – Der Präsident des Goethe-Instituts
Klaus-Dieter Lehmann hat die diesjährigen Goethe-Medaillen an die ungarische
Philosophin Ágnes Heller, den libanesischen Lyriker und Übersetzer Fuad Rifka
und den amerikanischen Exilforscher John M. Spalek verliehen. Mit der Goethe-Medaille
ehrt das Goethe-Institut Persönlichkeiten, die sich mit besonderem Engagement um
die Vermittlung der deutschen Sprache und den internationalen Kulturaustausch
verdient gemacht haben. Fuad Rifka sei durch seine übersetzerische Tätigkeit zu
einer wichtigen Lebensader des deutsch-arabischen Kulturaustausches geworden.
Rifka hat mit Übersetzungen von Rilke, Hölderlin, Hesse, Brecht und Goethe
häufig als erster zentrale Werke der deutschen Dichtung im arabischen Sprachraum
zugänglich gemacht. Der amerikanische Exilforscher John M. Spalek wurde für
seine seit 40 Jahren andauernde Forschungs- und Erinnerungsarbeit bezüglich
deutschsprachiger Flüchtlinge in den USA zwischen 1933 und 1945 ausgezeichnet.
Die ungarische Philosophin Ágnes Heller erhielt die Auszeichnung für ihr
Lebenswerk, das über 40 Buchtitel umfasst. Die Goethe-Medaille wurde erstmals
1955 vom Vorstand des Goethe-Instituts verliehen und 1975 von der Bundesrepublik
Deutschland als offizieller Orden anerkannt. Bisher wurden insgesamt 323
Persönlichkeiten aus 58 Ländern mit der Medaille geehrt.
Günter Grass: Liebeserklärung an die deutsche Sprache
Göttingen (IMH/Verena Renneberg) – Das neue Werk von Schriftsteller
Günter Grass (82) ist den Gebrüdern Grimm und ihrem ehrgeizigen historischen
Unternehmen des „Deutschen Wörterbuchs“ gewidmet. In „Grimms Wörter - Eine
Liebeserklärung“ schreibt der Literaturnobelpreisträger über die deutsche
Sprachgeschichte und das Leben der Brüder, ihre Familien, Verleger, Freunde und
Feinde. Der Untertitel „Eine Liebeserklärung“ richtet nicht nur an das
Brüderpaar, sondern vor allem auch an die deutsche Sprache selbst, so Grass bei
der Buchpräsentation in Göttingen. 1838 begannen die Brüder Jakob und Wilhelm
Grimm mit ihrem „Deutschen Wörterbuch“, in dem sie Herkunft und Gebrauch
deutscher Ausdrücke erklären. Sogar Schimpfwörter wurden in die Sammlung
aufgenommen. Jedoch konnten die Grimms das Projekt auch nach Jahren intensiver
Arbeit nur bis zum Buchstaben F führen: 1859 starb Wilhelm, 1863 Jakob Grimm.
Leonardo DiCaprio: Mann spricht deutsch
Berlin/Los Angeles (IMH/Verena Renneberg) – Passend zum 20. Jubiläum der
Deutschen Einheit berichtet der Schauspieler Leonardo DiCaprio (35) von seiner
deutschen Familientradition: „Als Junge habe ich vier oder fünf Sommer bei
meinen Großeltern im Ruhrgebiet verbracht. Kurz vor dem Mauerfall haben mir
meine Großeltern die Mauer gezeigt, und in meinem kindlichen Übermut wollte ich
sie gleich niederreißen.“ Seine mittlerweile verstorbene deutsche Großmutter
habe immer die köstlichsten Kartoffelpuffer zubereitet, so DiCaprio weiter. Und
auch er selbst spricht etwas Deutsch, wie er jüngst in dem Film „Shutter Island“
unter Beweis stellte: „Ich spreche es zwar nicht fließend, aber ich würde in
Deutschland überleben.“ Mit der Aussprache sei seine Mutter Irmelin
DiCaprio, geborene Indenbirken, sehr zufrieden.
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Deutsche
Außenhandelskammern weltweit – Tore in neue Märkte
Berlin (IMH) - Im Jahr 1894 wurde die erste
deutsche Außenhandelskammer (AHK) in Belgien gegründet. Heute bestehen
Außenhandelskammern in mehr als 80 Ländern. Mitglieder können Einzelpersonen
oder Unternehmen werden, sowohl aus Deutschland als auch aus dem Partnerland.
Das Ziel der Kammern ist es, den Mitgliedern beim Erschließen neuer Märkte zu
helfen bzw. den Handel zwischen Deutschland und dem Ausland zu fördern. Beispiel
Paraguay: Hier ist die Zahl der Deutschstämmigen mit etwa 150.000 bei einer
Gesamtbevölkerung von 4 Millionen recht hoch, was die Arbeit der Deutsch-Paraguayischen
AHK erleichtert. Sie hat derzeit etwa 300 Mitglieder - zwei Drittel sind
paraguayische, ein Drittel deutsche Unternehmen. Der Leiter der dortigen AHK
betont, die Außenhandelskammer sei somit in Deutschland und Paraguay zu Hause,
dies sei ihr großes Kapital. Die Kammer übersetzt Dokumente, erstellt
Marktstudien und vermittelt Kontakte zwischen Lieferanten und Abnehmern.
Außerdem berät sie bei Zoll-, Inkasso- und Rechtsfragen. Wenn sie paraguayische
Firmen bei Schritten auf dem deutschen Markt unterstützt, arbeitet sie mit den
Industrie- und Handelskammern zusammen, die es in jeder größeren deutschen Stadt
gibt. Ihr Fachwissen nutzt die Kammer auch, um deutsche Auswanderungswillige
oder Studenten deutscher Hochschulen auf der Suche nach
Auslandspraktikumsplätzen zu beraten. Alle Dienste stehen auch Nichtmitgliedern
offen - allerdings gegen eine Gebühr. Über die Aufnahme in die AHK entscheidet
der Vorstand. So sollen schwarze Schafe außen vor bleiben. Weitere Informationen
und Links zu allen Außenhandelskammern Deutschlands gibt es im Internet unter
www.ahk.de.
„Derrick“
in über 100 Ländern auf Verbrecherjagd
München
(IMH/dafm.de) - Die 1974 bis 1998 im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) gesendete
Krimireihe „Derrick“ gilt als international erfolgreichste deutsche TV-Serie.
Nach 24 Jahren und über 280 Folgen ist „Derrick“ in über 100 Ländern
ausgestrahlt worden. Der Derrick-Darsteller Horst Tappert ist einer der
bekanntesten Deutschen und wird im Ausland als Prototyp des „guten Deutschen“
angesehen. Derrick-Fanclubs existieren in vielen Ländern - darunter in Holland,
Frankreich oder Italien.
Monaco:
Wieder Fürstin mit deutschen Wurzeln
Monte
Carlo (IMH/Verena Renneberg) - Nicht nur die Mutter, sondern auch die zukünftige
Frau des Fürsten von Monaco hat deutsche Wurzeln. Fürst Albert II. von Monaco
(52) wird im Juli 2011 die ehemalige Profi-Schwimmerin Charlene Wittstock (32)
heiraten, die zu den fast 1 Mio. Deutschstämmigen in Südafrika zählt. Ihre
Urgroßeltern, Gottlieb und Louise Wittstock, waren 1861 aus Zerrenthin im Osten
Mecklenburgs über Hamburg an Bord der „San Francisco“ nach Südafrika
ausgewandert. Die zukünftige Fürstin wuchs in einem Vorort von Johannesburg auf,
zog aber wegen verbesserter Trainingsbedingungen als Jugendliche nach Durban.
Sie gewann die Südafrikanischen Schwimm-Meisterschaften, zwei
Weltcup-Goldmedaillen und war Mitglied der 4×100 m-Lagenstaffel bei den
Olympischen Spielen 2000 in Sydney, die den fünften Platz erreichte. Im gleichen
Jahr lernte Wittstock den heutigen Fürsten bei Schwimmwettkämpfen in Monaco
kennen, wo sie die Goldmedaille im 200 Meter-Rückenschwimmen holte. Nicht nur
Charlene, sondern auch Albert kann etwas Deutsch. Die Mutter Alberts, Gracia
Patricia – die unter ihrem bürgerlichen Namen Grace Kelly Filmgeschichte schrieb
– stammt von einem württembergischen Adelsgeschlecht ab. Ihr Großvater
mütterlicherseits wohnte auf Schloss Helmsdorf am Bodensee, bevor er nach
Philadelphia auswanderte und dort 1896 Margaretha Berg aus Heppenheim ehelichte.
Grace Kelly verunglückte tödlich, als ihr Sohn Albert 24 Jahre alt war. Seit dem
Tod seines Vaters Rainier III. vor fünf Jahren führt er die Regierungsgeschäfte
Monacos. Seit vier Jahren lebt nun auch Charlene Wittstock in dem Stadtstaat an
der Mittelmeerküste. „Ich liebe dieses Land wirklich sehr. Natürlich muss ich
noch viel lernen über seine speziellen Eigenheiten, die Traditionen und die
Geschichte, aber tief in meinem Herzen ist Monaco bereits heute meine Heimat.“
Deutsch-Olympiade in Hamburg: Beste Deutsch-Schülerin kommt aus Bulgarien
Hamburg
(IMH/Verena Renneberg) - Die 16-jährige Bulgarin Michaela Antonowa überzeugte in
der Kategorie „höchstes Sprachniveau für Fortgeschrittene“ die Jury mit ihrer
hohen Sprachkompetenz und dem großen Wortschatz. Auf den Plätzen zwei und drei
folgen die 18-jährige Lucie Lebrun aus Frankreich und Jan Michael Kempski (18)
aus Polen. Bei diesen beiden Olympioniken wurden die guten Deutsch-Kenntnisse
genauso gewürdigt wie die fast akzentfreie Aussprache. Insgesamt wurden im
Rahmen einer Festveranstaltung im Hamburger Rathaus 90 Teilnehmern aus 46
Ländern geehrt. Christa Goetsch von der Hamburger Stadtregierung sagte: „Das
Wichtigste ist nicht der Sieg, sondern das Streben nach einem Ziel. Und das
haben alle erreicht.“ Veranstalter der Olympiade sind das Goethe-Institut und
der Internationale Deutschlehrer-Verband. Die Teilnehmer sind Schülerinnen und
Schüler aus aller Welt im Alter von 16 bis 20 Jahren. Bereits im Vorfeld hatten
sie sich bei nationalen Deutsch-Olympiaden für die Teilnahme in Hamburg
qualifiziert. Die Prüfungen bestanden aus Recherchen und Gesprächen zu den
Themen Freundschaft, Glück, Zukunft, Heimat und Umweltschutz. In Einzel- und
Gruppenarbeit mussten die Schüler einen Text für eine Wandzeitung schreiben und
sich in einer Gesprächsrunde oder einem Theaterstück präsentieren. Weltweit
sprechen mehr als 120 Millionen Menschen Deutsch. Die Zahl der Deutsch lernenden
Personen beträgt gegenwärtig weltweit rund 20 Millionen.
Im
Ausland nehmen deutschsprachige Produkt- und Firmennamen zu
London
(IMH) - Deutsch gehört zu den zehn meistgesprochenen und den drei meistgelernten
Sprachen weltweit. Neben den rund 100 Mio. Einwohnern der deutschsprachigen
Länder Europas leben in weiteren Staaten rund um den Globus noch einmal etwa
ebenso viele Menschen mit Deutschkenntnissen. Die internationale Bedeutung der
eigenen Sprache ist vielen deutschen Unternehmen noch gar nicht bewusst. Im
Ausland jedoch nutzen zahlreiche Firmen die internationale Verbreitung der
Sprache Goethes und setzen auf deutschsprachige Namen und Bezeichnungen. Ein
prominentes Beispiel ist der italienische Süßwarenkonzern FERRERO. Seine
KINDER-Schokolade und seine KINDER-Überraschungseier heißen nicht nur in
Deutschland so, sondern werden weltweit unter der Marke "KINDER" vertrieben. In
Estland gibt es eine besondere Häufung deutschsprachiger Firmen- und
Produktnamen: Für seine neue Baumarkt-Kette hat sich ein estnischer Unternehmer
beispielsweise den Namen "Bauhof" ausgedacht. Die größte estnische Kräuter- und
Gemüsefirma heißt "Grüne Fee" und eine der bedeutendsten Kaffeehaus-Ketten des
baltischen Staates nennt sich "Kehrwieder". In Chile wirbt eine Brauerei mit dem
Spruch "Das gute Bier!". In Brasilien heißt eine Brauerei "Eisenbahn". Bei
Biermarken sind deutsche Namen besonders beliebt, um eine Assoziation zur
führenden Brau-Nation Deutschland herzustellen. So kommt beispielsweise aus der
Tschechischen Republik seit weit über 150 Jahren das "Pilsener Urquell", und aus
Frankreich stammt das "Kanterbräu". Gerade in Großbritannien würde man deutsche
Namen nicht vermuten, aber dort sind sie stark in Mode: Eine große
Schuh-Ladenkette heißt einfach "Schuh" (www.schuh.co.uk),
eine weit verbreitete Reisezeitschrift hat den Titel "Wanderlust" (www.wanderlust.co.uk)
und ein neues Philosophie- und Kulturmagazin nennt sich "Bedeutung" (www.bedeutung.co.uk).
Der Herausgeber von "Bedeutung" erklärt zur Namenswahl: "Der deutsche Titel ist
ästhetischer." Auch auf dem asiatischen Pressemarkt gibt es Erstaunliches: In
Indien und Bangladesch erscheinen jeweils große englischsprachige
Boulevard-Zeitungen mit dem deutschsprachigen Namen "Blitz" (www.weeklyblitz.net).
Im fernen Osten liebt man deutsche Bezeichnungen, weil sie mit guter deutscher
Qualität gleichgesetzt werden. Deshalb hat zum Beispiel der chinesische
Autohersteller Jiangling seinen Geländewagen "Landwind" genannt.
(
Zehn
Jahre deutsches Abitur am Ungarndeutschen Bildungszentrum in Baja
Baja/Frankenstadt (IMH/Verena Renneberg) - Vor zehn Jahren unterzeichneten die
Regierungen Ungarns und Deutschlands ein Abkommen über die schulische
Zusammenarbeit beider Staaten. Seither ermöglicht es zahlreichen Schülerinnen
und Schülern des Ungarndeutschen Bildungszentrum (UBZ) im südungarischen Ort
Baja (Frankenstadt) das so genannte Doppelabitur. Sie können mit einer einzigen
Prüfung das ungarische und zugleich das deutsche Abitur ablegen. Helmut Seiler,
deutscher Leiter des UBZ und Schulkoordinator für Mitteleuropa der Zentralstelle
für das Auslandsschulwesen (ZfA), würdigt die "konsequente inhaltliche und
geistige Aufbauarbeit, der eine lange, einmalige und beispiellose Pionierarbeit
voranging. Lehrpläne und Lerninhalte mussten zusammengeführt oder neu
entwickelt, Entscheidungsträger von der Richtigkeit des zukunftsweisenden
Konzepts überzeugt werden". Dass sich das Konzept bewährt hat, stellte auch der
damalige Unterzeichner des Abkommens für die deutsche Seite fest: "Ich bin
völlig überzeugt, dass hier die besten Voraussetzungen für das Lernen fürs Leben
geschaffen wurden", erklärte der ehemalige Leiter der Kulturabteilung im
Auswärtigen Amt, Dr. Adalbert Spiegel. Am UBZ werden hauptsächlich
ungarndeutsche Kinder und Jugendliche unterrichtet. Zur deutschen Minderheit in
Ungarn zählen über 200.000 Menschen.
Neuerscheinung: Das Jahrbuch des Auslandsschulwesens 2009/2010
Köln
(IMH/Verena Renneberg) - In diesem Jahr trägt das Werk den Titel „Deutsche
Auslandsschularbeit: Deutsch - Sprache der Ideen“. Herausgeber ist das
Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA). Leiter
Joachim Lauter zur Funktion des Jahrbuchs: „Es gibt einen Einblick in die Welt
der deutschen schulischen Arbeit im In- und Ausland“. Der Inhalt der
diesjährigen Ausgabe , so Lauter weiter, „präsentiert ein buntes Portfolio an
spannenden Themen von schulischen Beiträgen, Aktionen anlässlich der Fußball-WM
in Südafrika über die Bedeutung der deutschen Sprache in der Welt bis hin zur
aktuellen Diskussion über den Bologna-Prozess". Über die Internetseite der ZfA
kann das Buch als PDF-Datei heruntergeladen oder als gedruckte Ausgabe bestellt
werden.
Novum:
Deutschunterricht an staatlichen Schulen in Oman
Maskat/München (IMH/Verena Renneberg) - Als erstes Land der Golf-Region führt
Oman an staatlichen Sekundarschulen Deutsch als zweite Fremdsprache ein.
Unterstützt wird das Sultanat dabei vom Goethe-Institut, dessen Generalsekretär
Hans-Georg Knopp zusammen mit Omans Bildungsminister
Saud
Mansoor Al-Sulaimi in München ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete.
Al-Sulaimi betont die Wichtigkeit dieser Kooperation: „Die deutsche Sprache
spielt für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere für den Tourismus, in
Oman eine wichtige Rolle. Ich danke dem Goethe-Institut für seine aktive Rolle
in Oman und für die Bereitschaft, die Schulen bei der Lehrerqualifizierung
und bei der Qualität des Deutschunterrichts zu unterstützen.“ Das
Erziehungsministerium des Sultanats wird Deutsch zunächst an zwei Jungen- und
zwei Mädchenschulen als zweite Fremdsprache neben Englisch einführen. Nach einer
dreijährigen Pilotphase soll der Unterricht dann landesweit angeboten werden.
Das Sprachlernzentrum des Goethe-Instituts in Maskat bildet die benötigten
Deutschlehrer aus. Zur Ausbildung gehören auch zwei vierwöchige Aufenthalte in
Deutschland. Generalsekretär Knopp hofft, dass schon bald andere Staaten wie die
Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar dem Beispiel Omans folgen
werden.
007
spricht Deutsch
London/Wattenscheid (IMH) - Es gibt eine Liste mit den offiziellen Eigenschaften
der weltberühmten Filmfigur James Bond. Daran können sich alle orientieren, die
z.B. Drehbücher für 007-Filme schreiben. Auf der Liste findet sich neben "Ist
Meister im Messerwerfen" oder "Mag Martini nur geschüttelt" auch "Spricht
Deutsch". Aber warum kann er Deutsch? Das hat einen fast unglaublichen Grund:
James Bond soll am 11. November 1920 im deutschen Ruhrgebietsort Wattenscheid
als Sohn eines Schotten und einer Schweizerin geboren worden sein und anfangs
besser Deutsch als Englisch gesprochen haben. Klingt lustig, ist aber
tatsächlich so. Nachzulesen ist das in einem Buch über James Bond vom Engländer
John Pearson, einem Freund von 007-Autor Ian Fleming. Die Deutschkenntnisse
Bonds entsprechen sogar der Realität, denn auch 007-Darsteller Daniel Craig
spricht ein wenig Deutsch. Craig war 8 Jahre lang mit der deutschen
Schauspielerin Heike Makatsch liiert. In dieser Zeit hörte man ihn unter anderem
sagen: "Ich mag harte deutsche Musik wie z.B. die der Toten Hosen." In der
Original-Version des 007-Streifens "Casino Royal" konnte man Daniel Craigs
Deutschkenntnisse direkt erleben: Er grüßt einen deutschen Touristen, für den er
im Ocean's Club den Wagen einparkt, mit "Guten Abend!" und verabschiedet einen
Schweizer Bankier mit den Worten "Auf Wiedersehen, Herr Mendel!". Zuletzt hatte
man von Pierce Brosnan in "Der Morgen stirbt nie" einige Worte auf Deutsch
gehört.
Deutschland in Südkorea - Museumsdorf für zurückkehrende Gastarbeiter
Seoul
(IMH) - Die Behörden des südkoreanischen Landkreises Namhae haben 55 aus
Deutschland zurückgekehrten Ehepaaren preisgünstigen Baugrund zur Verfügung
gestellt, und zwar unter der Bedingung, ein typisch deutsches Dorf zu errichten.
Die Heimkehrer sollen die deutsche Lebensart koreanischen Touristen näher
bringen. 100.000 Besucher jährlich werden in dem Dorf mit original deutscher
Bäckerei, Kneipe und Hotel erwartet. Dabei geht es bei der Einhaltung der
Bauvorschriften streng zu. Kim Woo Za und ihr deutscher Ehemann mussten die
Baupläne ihres Hauses ändern, denn das Dach war flacher als 45 Grad gewinkelt
und dann handele es sich laut Vorschriften nicht um typisch deutsche
Architektur. Das Dorf ist bereits jetzt eine echte Attraktion, obwohl es noch
nicht fertig gestellt ist. Das liebste Motiv heimischer Fernsehsender ist das
Wohnzimmer mit einer Kuckucksuhr an der Wand. Trotz allem Stress fühlen sich die
Heimkehrer wohl. Als entwurzelte Wanderer zwischen gegensätzlichen Welten
treffen sie hier auf Gleichgesinnte. Nach dreißig oder vierzig Jahren Aufenthalt
in Deutschland freuen sie sich, auch in Südkorea etwas deutsche Kultur leben und
bewahren zu können.
Die
deutschen Nationalhymnen Japans
Tokio/Bonn (IMH/Christina Hirschberg) - Wussten Sie, dass sowohl die offizielle
als auch die heimliche Nationalhymne Japans von deutschen Musikern stammen? 1880
arrangierte Franz Eckert die heute gebräuchliche Hymne des Inselstaates in
Fernost. Und was ist die heimliche Hymne?: Es ist die Neunte Symphonie von
Ludwig van Beethoven aus Bonn. Sie ist längst zur rituellen Identifikationsmusik
des japanischen Volkes mutiert und gilt als Symbol nationaler Einheit und
Stärke. Wenn das Chorfinale über Schillers Ode an die Freude jedes Jahr zu
Silvester in Amateurchören mit mehreren tausend Sängern in deutscher Sprache
erklingt, dann besteht an der Beliebtheit deutscher klassischer Musik in Japan
kein Zweifel mehr. Die japanische Erstaufführung 1918 der "heimlichen
Nationalhymne" verdanken die Japaner deutschen Kriegsgefangenen im kleinen Ort
Bando. Ob nun verewigt als Comicversion in der Welt der Mangas oder als
Karaoke-Hit für japanische Barbesucher, der Beethoven-Enthusiasmus treibt viele
Blüten. Kein Wunder, dass das internationale Gütesiegel "made in Germany"
hunderte japanischer Musikstudenten auf der Suche nach dem deutschen Klang an
deutsche Musikhochschulen treibt. Sie wollen tiefer in die Geheimnisse von Bach,
Brahms oder Beethoven im Ursprungsland der alten Meister eindringen.
Deutsche
Buchverlage im Ausland
Prag
(IMH) - Schon gewusst? Rund um den Globus gibt es nicht nur deutschsprachige
Zeitungs- oder Zeitschriftenverlage, sondern sogar mehrere deutschsprachige
Buchverlage. Dazu gehören z.B. der Hora-Verlag in Hermannstadt/Rumänien und der
Vitalis-Verlag in Prag/Tschechische Republik.